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Analysten erwarten solides Börsenjahr 2010

    Mo, 14/12/2009 - 15:52 – S.Grönwoldt

    Eine aktuelle Umfrage der Zeitschrift „Euro am Sonntag“ hat ergeben, dass die Mehrheit der Finanzexperten der großen Bankhäuser im kommenden Jahr eine positive Entwicklung an den Aktienmärkten erwartet. Für den deutschen Leitindex (CFD-Kürzel: GERMAN30) liegt die Durchschnittsprognose für 2010 bei 6366 Punkten.

    Die Analysten der Banken und Brokerhäuser lassen sich also offensichtlich auch in diesem Jahr nicht die Freude am Kaffeesatzlesen nehmen - und wir nehmen ihre Einschätzungen ebenfalls mit Freude zur Kenntnis, denn Analystenmeinungen in auflagenstarken Börsenzeitschriften sind ein Zeichen für lebendige Märkte.

    Nützlich sind die Prognosen selbstverständlich kaum. Lediglich die relative Bescheidenheit unter den Experten könnte noch als Indikator dienen: Nur eines der zwanzig befragten Institute traut dem Dax im kommenden Jahr mehr als 7000 Punkte zu.

    Prognose für 2010: Das Ende des Konjunkturaufschwungs kommt - nur wann?

    Zwar zeugt ein durchschnittliches Kursplus von rund 12 Prozent angesichts der eher bedrohlichen Gesamtlage nicht gerade von überhöhter Vorsicht, doch im Vergleich zu den vorherigen Jahren sind die Bandbreite der unterschiedlichen Einschätzungen sowie die Höhe der prognostizierten Zuwachsraten eher bescheiden. Der Grundtenor der Jahresprognosen klingt nüchtern und standesgemäß positiv.

    Die Experten erwarten 2010 mehrheitlich einen selbsttragenden Aufschwung, sehen allerdings die Stabilisierung am europäischen und nordamerikanischen Arbeitsmarkt sowie eine positive Wirtschaftsentwicklung in den Schwellenländern als Vorraussetzung für diesen anhaltenden Aufschwung. Einigkeit besteht bei den Analysten darüber, dass bei anhaltender Niedrigzinspolitik der Notenbanken in Europa und den USA auch in Zukunft Kapital aus sicheren und unrentablen Märkten in riskantere Anlageformen fließen und zahlreiche Übernahmen und Fusionen im kommenden Jahr die Fantasie an den Aktienmärkten zusätzlich beflügeln werden. Jens Wilhelm, Portfoliomanagement-Chef der Union Investment, warnt sogar in einem Interview mit der Börsen-Zeitung davor, sich zu früh auf ein Ende des Konjunkturaufschwungs einzustellen. Zu Beginn des Jahres rechnet Wilhelm mit zahlreichen positiven Unternehmenszahlen. Erst eine Zinserhöhung wird im zweiten Halbjahr nach seiner Einschätzung eine Korrektur am Aktienmarkt bewirken.

    Ein jähes Ende des weltweiten Aufschwungs will derweil kaum ein Börsenprophet erkennen. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird zwar nach Auffassung einiger Analysten aufgrund der anhaltend hohen Lohnstückkosten und niedrigen Kapazitätsauslastungen im verarbeitenden Gewerbe gering ausfallen und die Konsumfreude der Bevölkerung aufgrund der Arbeitslosigkeit abnehmen. Doch insgesamt blicken die Analysten auch für die deutschen Märkte erstaunlich zuversichtlich in die Zukunft.

    Lediglich die hohe Staatsverschuldung in den USA und Europa sowie die Altlasten, die noch immer in den Büchern der großen Banken schlummern, bewerten einige Analysten als große Gefahr für das Wirtschaftsjahr 2010. Letzteres dürften die Experten ausnahmsweise einmal recht genau einschätzen können.

    Sven Grönwoldt
     

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