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Das E=mc2 des Tradings

    Do, 24/07/2008 - 15:38 – S.Grönwoldt

    Zugegeben, der Titel klingt etwas hochtrabend und um es vorwegzunehmen: an dieser Stelle wird weder eine hundertprozentige Erfolgsformel noch eine Relativitätstheorie des Tradings erscheinen. Hier soll vornehmlich über den Faktor Zeit gesprochen werden: Zeit beim Handel, Zeit an der Börse, Zeit als wichtiger Bestandteil von Marktprognosen.

    Timing sowie Verlässlichkeit sind auch im modernen Börsenzeitalter das A und O. Bei einem zunehmend rechnergestützten Handel wird die Leistungsfähigkeit der Systeme ständig optimiert und selbst die physische Nähe der Server zu den Börsenplätzen wird dabei immer wichtiger. Institutionelle Anleger setzen beispielsweise bei ihren High Frequency Trading-Strategien zunehmend auf den Vorteil blitzschneller Übertragungsraten. Zeit ist hier definitiv Geld.


    Verlorene Zeit?

    Doch die Bedeutung von Zeit darf beim Trading selbstverständlich nicht nur auf den Begriff Schnelligkeit reduziert werden. Was wären unsere schönen Standardcharts ohne die Abszisse, auf der die Zeiträume definiert und durch die Kursmuster erst sinnvoll interpretiert werden können? Die Möglichkeit der unterschiedlichen Betrachtungsweisen mit verschiedenen zeitlichen Perspektiven ist tatsächlich auch für gehebeltes Handeln, das naturgemäß zu erhöhter Konzentration und dadurch gelegentlich zu einer etwas verengten Sichtweise verleitet, ausgesprochen wertvoll. Wir alle kennen das Bild vom Börsenhändler, der schon bei kurzfristigen Bewegungen im Dax von etwa zweihundert Punkten die Hände über dem Kopf zusammenschlägt –, dabei sind zweihundert Punkte im Dax auf Tagesbasis keinesfalls ungewöhnlich.

    Rezept 1: CFD-Konten niemals überhebeln und mit Stopp-Aufträgen Verlustgrenzen definieren; Rezept 2: regelmäßig einen Schritt zurücktreten, durchatmen und die Ereignisse und Kursentwicklungen aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
     
    „Die Kunst der Spekulation erfordert zum Teil ein Observieren, gemischt mit einer großen Portion Enthaltsamkeit“, schreibt Larry Williams bezeichnenderweise in seinem Buch Die Erfolgsgeheimnisse des Kurzfrist-Tradings. Und auch beim CFD-Trading kann in bestimmten Marktphasen eine Orientierung in mittelfristigen Zeitfenstern die erfolgreichere Strategie sein. Der hochspekulative Trader kann dann vorübergehend zum Investor werden (und bei Leerverkäufen sogar noch an den Zinserträgen verdienen!). Und warum nicht die Ratschläge der alten Füchse aus dem klassischen Aktienhandel auf das CFD-Trading projizieren: "Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich!" (André Kostolany). Zugegeben, auch hier stimmt die Relation nicht ganz: Schlaftabletten müssen es nun wirklich nicht sein, aber eine durchaus pragmatische Tugend gilt für jede Art des Börsenhandels: Besonnenheit.

    Sven Grönwoldt
     

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