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BPs Ölpest kostet viele Milliarden

    Fr, 04/06/2010 - 11:33 – S.Grönwoldt

    Die für BP im Laufe der Ölpest im Golf von Mexiko entstehenden Kosten können nicht genau kalkuliert werden. Die Schätzungen der Analysten reichen zurzeit von 5,3 Mrd. (ING) bis 37 Mrd. (Credit Suisse) US-Dollar. Und auch die von Moody’s und Fitch am Donnerstag gesenkten Ratings für BP geben den Investoren kaum nützliche Anhaltspunkte für die künftige Wertentwicklung des Unternehmens und der entsprechenden Anteilsscheine.

    Eines steht jedoch fest: Der Aufwand für die Bekämpfung des Öllecks, die immensen Folgekosten für die Eindämmung der Umweltverschmutzung im Golf von Mexiko und die nun anlaufende Prozesswelle gegen BP werden den Cash-flow des britischen Konzerns über Jahre belasten.


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    Der Abverkauf der BP-Aktien begann Ende Mai 2010 unmittelbar nach Bekanntwerden der Katastrophe. Der Kurs der Anteile fiel innerhalb weniger Tage vom 52-Wochen-Hoch bei 655,00 Pence um rund 35 Prozent auf 432,00 Pence. Noch vor dem ersten Juniwochenende sollen die nervösen Anleger nun durch ein „Investor Briefing“ via Internet beruhigt werden, zu dem die Konzernleitung am Freitag eingeladen hat. Dort sollen in erster Linie Fragen zu den Kosten sowie zu den geplanten Dividendenzahlungen geklärt werden.

    Übernahmegerüchte des nunmehr stark angeschlagenen Ölgiganten kursierten in den vergangenen Tagen ebenfalls an der Börse, wenngleich die Wahrscheinlichkeit, dass ein ertragsreicher Konzern wie BP kurzfristig zu einem Übernahmekandidaten wird, als eher gering engestuft werden darf.

    Eine gewisse Demut zeigt das BP-Management mittlerweile dennoch: Während CEO Tony Haward vor einigen Tagen noch großspurig behauptete, der Konzern verfüge über die technischen Mittel zur Beherrschung des Unglücks, musste er am Donnerstag kleinlaut zugeben, dass BP auf eine derartige Katastrophe nicht vorbereitet war und die notwendigen Technologien zur Bekämpfung der Folgen nicht besitzt.

    Ob andere Ölkonzerne auf vergleichbare Katastrophen vorbereitet sind, ist fraglich. Wenn dem jedoch so wäre, sollten sie schnellstens ihre Technologien zur Verfügung stellen und - anstatt den großen Mitbewerber ausbluten zu lassen – die Umweltschützer unterstützen.

    Sven Grönwoldt
     

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