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Schichtwechsel bei Coca-Cola

    Mo, 10/12/2007 - 08:19 – M.Protzel

    In diesen Wochen blickt uns von allen Bildschirmen, Litfasssäulen und hohen Stühlen in den Kinderabteilungen von Kaufhäusern immer wieder ein freundlicher alter Mann mit Rauschebart und roter Winterjacke entgegen. Manchmal vergisst man, dass unser geliebter Geschenkeverteiler mitsamt seiner vertrauten rot-weißen Kluft auf eine Werbekampagne des Getränkekonzerns Coca-Cola aus den 30er Jahren zurückgeht. Somit ist es nur recht und billig, dass wir die kommerziellen Väter der Weihnacht in unseren Jahreswechsel-Report aufnehmen.

    Im Hause Coca-Cola (CFD-Kürzel: KO) steht ein Führungswechsel bevor. Der US-Getränkehersteller wird ab dem 1. Juli 2008 durch den bisher fürs Tagesgeschäft zuständigen, gebürtigen Türken Muhtar Kent geführt werden. Der bisherige Geschäftsführer Neville Isdell, der 2004 seine Rente unterbrochen hatte, um den zurückgetretenen Douglas Daft zu ersetzen, soll noch bis April 2009 Verwaltungsratsvorsitzender bleiben.

    Muhtar Kent, 55 Jahre alt, ist seit 1978 im Unternehmen tätig, wobei er zwischenzeitlich als Geschäftsführer des türkischen Partnerkonzerns Efes Beverage Group eingesetzt wurde. Im Mai dieses Jahre war Kent maßgeblich veranwortlich für die Übernahme des Konkurrenten Glacean. Mit einer Kaufsumme von über 4 Mrd. Dollar handelte es sich dabei um die größte Übernahme der Firmengeschichte.

    Kent soll in Zukunft die Verantwortung für die Umstrukturierung Coca-Colas tragen. So soll das Geschäft mit süßen Softdrinks verstärkt werden, um Boden auf den Hauptkonkurrenten PepsiCo (CFD-Kürzel: PEP) gut zu machen.

    Coca-Cola erreichte 2006 mit seinen 70.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 24,1 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 5,1 Mrd. Dollar. Der Kurs der Aktie steigt seit Monaten fröhlich empor und notierte zuletzt über 63 Dollar. Alle wichtigen Trendlinien laufen vereint unter dem Kurs her, die Aufstiegstendenz scheint ungebrochen, die angekündigte personelle Änderung wurde von den Anlegern offenbar einhellig begrüßt. Somit darf zumindest Coca-Cola sich auf dem schwankenden amerikanischen Markt auf ein geruhsames Weihnachtsfest freuen, auch wenn Erzrivale PepsiCo mit 35 Prozent Jahresperformance einen kleinen Tick besser lief.

    Matthias Protzel

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