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MAN nahe dem Optimum

    Mo, 10/12/2007 - 12:53 – M.Protzel

    Der Münchener Lastwagen- und Maschinenbaukonzern MAN (CFD-Kürzel: MAN) steht offenbar vor einem weiteren Rekordjahr. Für die vergangenen 11 Monate steht ein Umsatzwachstum von 14 Prozent zu Buche. Im gleichen Zeitraum gingen 24 Prozent mehr Aufträge ein als im Vorjahr. Für das gesamte Jahr 2007 wird jetzt mit einer Umsatzsteigerung von 15 Prozent auf 15 Mrd. Euro gerechnet. Hatte MAN 2006 noch Aufträge im Wert von 16,6 Mrd. Euro, soll auch hier eine mindestens 10prozentige Steigerung auf über 18 Mrd. Euro stattfinden. Beim operativen Gewinn werden 1,6 Mrd. Euro gegenüber 1,1 Mrd. Euro im vergangenen Jahr erwartet.

    Vor allem der osteuropäische Markt, der in diesem Jahr um gut 60 Prozent gewachsen ist, gilt als Wachstumstreiber im LKW-Geschäft. Zwar tanzt insgesamt das Busgeschäft ein wenig aus der Reihe, doch sobald die laufende Verlagerung der Produktion nach Polen abgeschlossen ist, werden wieder schwarze Zahlen erwartet.

    Der Chef der Nutzfahrzeugsparte gab bekannt, dass das Ziel von 100.000 verkauften LKWs im Jahr 2008 definitiv erreicht werden könne. Ursprünglich war diese Marke sogar erst für 2010 angepeilt gewesen. Auch die Dollarschwäche tangiert MAN nicht sonderlich, da der Konzern seine LKW vor allem in Europa, Asien und Südafrika absetzt.

    Die Produktionskapazitäten sollen erhöht werden, unter anderem entstand ein neues LKW-Werk in Krakau, Polen. Momentan liegt die Fertigung bei maximal 90.000 Lastwagen im Jahr, bereits 2008 sollen es 110.000 und schon 2009 über 130.000 Fahrzeuge sein.

    In all der vorweihnachtlichen Euphorie gerät der angedachte Zusammenschluss mit dem schwedischen Wettbewerber Scania (CFD-Kürzel: SCVA) fast in Vergessenheit. Noch zu Jahresbeginn hatten die Münchener sich mit ihrem Milliardenangebot eine blutige Nase geholt, waren unter anderem am Widerstand des Scania-Großaktionärs Volkswagen (CFD-Kürzel: VOW) gescheitert.

    Inzwischen hat die Situation sich jedoch verändert. VW ist mittlerweile mit gut 30 Prozent auch größter Aktionär bei MAN und hält gleichzeitig 35 Prozent an Scania. MAN ist bereits mit 15,8 Prozent an Scania beteiligt. Somit ist ein Zusammengehen der beiden Unternehmen auch für VW ein logischer Schritt, zumal die Wolfsburger eine LKW-Allianz aufbauen wollen, in die auch Volkswagens brasilianische LKW-Sparte einfließen soll. Es wird erwartet, dass unter der Schirmherrschaft von Ferdinand Piëch, dem VW-Aufsichtsratsvorsitzenden und Chef des MAN-Kontrollgremiums, eine Lösung gefunden wird, die auch die Schweden zufriedenstellt, welche um die Eigenständigkeit ihres Konzerns fürchten. Anstelle einer Fusion wäre aber möglicherweise auch eine enge Zusammenarbeit denkbar.

    Nach starken Einbussen im Oktober und November, beginnt das MAN-Papier jetzt wieder deutlicher zu steigen. Nach 103,36 Euro am 27.11. liegt die Aktie jetzt schon wieder bei 111 Euro. Die 100-Tagelinie wurde aufwärts durchbrochen, die Aussichten für einen weiteren Anstieg sind gut. Wenn jetzt zum neuen Jahr noch Einigung zwischen Scania und MAN über eine gemeinsame Zukunft erzielt wird, könnte eine fulminante Rallye daraus werden.

    Matthias Protzel
     

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