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Keine Trendwende auf dem spanischen Immobilienmarkt

    Do, 21/10/2010 - 11:26 – S.Grönwoldt

    Die spanischen Sparkassen konnten während des 10-jährigen Baubooms in ihrem Land mit Immobilienkrediten hervorragende Geschäfte machen. Doch mit dem Zusammenbruch des dortigen Bau- und Immobilienmarktes im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise geriet besonders dieser Sektor in finanzielle Bedrängnis. Hohe Kreditausfälle bedrohen seitdem die spanischen Sparkassen, und die Regierung von José Luis Zapatero versucht seit Sommer 2010 mit zahlreichen Reformen eine Stabilisierung des Sektors herbeizuführen.

    Die Finanzinstitute wollen derweil mit Preisnachlässen von bis zu 40 Prozent und erneuten Hypothekendarlehen für Kreditnehmer mit geringer Bonität den Immobilienmarkt des Landes beleben. Die Banco Español de Crédito (Banesto) wirbt zurzeit sogar mit 600 Immobilien, deren Preise garantiert 50 Prozent unter dem Marktdurchschnitt liegen sollen.

    Zwar können die Banken, deren Preisspielraum weitaus größer ist als bei anderen Marktteilnehmern, mit derartigen Aktionen kurzfristig die Immobilienwirtschaft ankurbeln, doch eine nachhaltige Erholung der Branche kann dadurch nicht erreicht werden. Bei einem aktuellen Bestand von rund einer Million unverkauften Neubauten und einer Kreditausfallrate von durchschnittlich 5,9 Prozent bei privaten Hausbauern und 13 Prozent bei Immobilienentwicklern ist vielmehr mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld zu rechnen.

    Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes sprechen kaum für eine baldige Entspannung der Situation. Die Arbeitslosenrate stieg nach Angaben der spanischen Behörden im Juli 2010 auf 20,3 Prozent. Und während sich immer mehr Haus- und Wohnungsbesitzer verschulden und die Raten für Kreditzinsen kaum noch bedienen können, fallen die Preise für spanische Immobilien weiter. Laut Standard & Poor’s schulden in Spanien acht Prozent der privaten Haushalte mit Hypothekarkrediten den Banken mittlerweile mehr Geld, als ihre Immobilien noch wert sind.

    Nach Angaben der Europäischen Union wiederum sind die Immobilienpreise in Spanien seit Ausbruch der Krise bisher erst um 18 Prozent gefallen. Angesichts des rund 150-prozentigen Preisanstiegs während des 10-jährigen Booms und im Vergleich zum jüngsten Preisverfall in anderen europäischen Ländern (Irland: über 30 Prozent) klingt diese Zahl noch moderat und deutet ebenfalls eher auf weiter sinkende Preise hin. Schnäppchenjäger sollten daher nicht übereilig in Spaniens Immobilien oder in die Aktien spanischer Bau- und Immobilienunternehmen investieren.

    Sven Grönwoldt

     

    Ausblick

      HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz
    Sacyr Vallehermoso
    SYV MadSVO 5,10 Euro  
    Metrovacesa S.A.
    MVC - -  
    Reyal Urbis
    REY - 1,30 Euro  
    Realia
    RLIA - 1,70 Euro  
    Quabit Immobiliaria
    QBT - 0,12 Euro  

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