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Indizes aus aller Welt

    Mi, 05/10/2011 - 15:09 – M.Protzel

    Die Leitindizes für den CFD-Handel (Teil II)
    Vergangenen Monat stellten wir Ihnen einige der größten, ältesten und wichtigsten Indizes der Welt vor. Doch neben den Medienstars DAX oder DOW JONES existiert noch eine ganze Welt weiterer Leitindizes europäischer oder asiatischer Länder, die für Sie als CFD handelbar sind. Im Folgenden wollen wir also unseren Zweiteiler zu diesem Thema zu Ende bringen und Ihnen die restlichen Indizes vorstellen, welche kein bischen weniger interessant sind als ihre berühmten Cousins aus der letzten Ausgabe.

    FTSE 100
    Der britische Leitindex FTSE 100 wird seit dem 3. Januar 1984 (damals mit einem Basiswert von 1.000 Punkten) aufgelegt und enthält die 100 größten britischen Börsenunternehmen. Banken (z.B. HSBC), Finanzdienstleister (z.B. 3I Group) und Bergbauunternehmen (z.B. Rio Tinto) machen einen bedeutenden Teil der gelisteten Werte aus. Damit repräsentiert er rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung der London Stock Exchange LSE. Von Börsenteilnehmern wird der Index auch liebevoll Footsie bzw. Futzi genannt.

    Ähnlich wie der große Verwandte DOW JONES aus den USA steht auch hinter dem FTSE 100 ein Medienunternehmen, nämlich die Londoner Wirstschafts- und Politikzeitung Financial Times. Diese gibt den Index in einem Joint Venture mit der Londoner Börse heraus.


    Jahreschart FTSE100

    Der Footsie ist ein Kursindex und nimmt keinerlei Rücksicht auf Dividendenzahlungen der enthaltenen Unternehmen. Der Index wird während der Handelszeiten jede Sekunde aktualisiert.

    In seinem noch jungen Leben musste der Index bereits einige schwere Krisen überstehen. Im zarten Kindesalter erlitt er am 20. Oktober 1987 mit einem Minus von 12,22 Prozent seinen höchsten Tagesverlust jemals. Der schwarze Montag der New Yorker Stock Exchange war auch auf London durchgeschlagen. Erst wenige Monate zuvor war der FTSE100 erstmals über 2.000 Punkte geklettert.

    Am 11. August 1993 war die erste Krise endgültig vergessen und der Footsie stieg erstmals über 3.000 Zähler. Am 2. Oktober 1996 wurde die Hürde 4.000 von Punkten genommen, am 6. August 1997 beendete der Index den Handel erstmals über 5.000 Punkten. Die 6.000 fiel am 1. April 1998 und am 30. Dezember 1999 markierte der FTSE100 schließlich sein Allzeithoch von 6.930,20 Punkten.

    Weitere Anstiege wurden durch die Dotcom-Krise von 2003 vereitelt. Bis zum 10. März des Jahres sackte der Footsie auf 3.436,00 Punkte ab und verlor damit mehr als 50 Prozent gegenüber seinem Allzeithoch. Bis zum 15. Juni 2007 konnte der FTSE100 wieder Boden gut machen und stieg um 95,9 Prozent auf 6.732,40 Punkte.

    Doch als sich in London gerade alle Teilnehmer auf das Überspringen der 7.000er Hürde freuten, brach die globale Finanzkrise mit aller Härte los. Bis zum 3. März 2009 geriet der Index in eine schmerzhafte Abwärtsspirale und sackte bis auf 3.512,09 Punkte ab. Erneut stellte der Footsie seine Nehmerqualitäten unter Beweis und erholte sich erstaunlich schnell. Bis zum 8. Februar 2011 stieg er wieder um 73,4 Prozent auf 6.091,33 Zähler.

    Momentan bereitet die Schuldenkrise in Europa dem Index Schwierigkeiten. Zwischen Februar und August war der Footsie bis auf 4.868,00 Punkte gefallen. Seitdem hat die Volatilität des Index stark zugenommen. In den vergangenen Monaten bewegte sich der FTSE100 zwischen 4.990,00 und 5.400,00 Punkten seitwärts und notierte zuletzt bei 5.110,00 Zählern.

    CAC40
    Der französische Leitindex CAC40 enthält die 40 umsatzstärksten Aktiengesellschaften des Landes. Das für deutsche Zungen seltsam anmutende "CAC" steht für Cotation Assistée en Continu und bedeutet nichts anderes als "fortlaufende Notierung". Für die Gewichtung des seit 31. 12. 1987 laufenden Index wird sowohl die Marktkapitalisierung als auch der Streubesitz der enthaltenen Werte berücksichtigt. Aktiensplits oder Dividenden haben für die Kursentwicklung des CAC40 keine Bedeutung. Um Verzerrungen vorzubeugen, darf die Gewichtung eines einzelnen Wertes die Grenze von 15 Prozent nicht übersteigen. Dies wird einmal pro Jahr, jeweils im September überprüft. Im CAC40 finden sich momentan große französische Unternehmen wie Air Liquide, Danone oder Renault.


    Jahreschart CAC40

    Der CAC40 wurde zwar 1987 mit 1.000 Basispunkten erstmals aufgelegt, wird jedoch bis ins Jahr 1969 (334,12 Punkte) zurückgerechnet. Daraus resultiert auch eine kuriose Besonderheit dieses Index: Der größte Tagesverlust des CAC40 kam Jahre vor dessen "Geburt" zustande. Im Mai 1981 kam es zu einer großen Kapitalflucht aus Frankreich, als der Sozialist Mitterand zum Präsidenten gewählt wurde. Die Pariser Börse wurde zwei Tage lang (11. und 12. Mai) geschlossen. Für den 13. Mai 1981 wurde rückwirkend ein Tagesverlust von 12,99 Prozent errechnet.

    Am 29. Dezember 1989 überschritt der CAC40 zum ersten Mal die 2.000 Punkte-Marke. Fast acht Jahre später, am 23. Juli 1997 ging es über 3.000 Zähler hinweg, am 4. Januar 1999 wurden bereits die 4.000 Punkte geknackt. Rasant ging es weiter: Am 10. November 1999 stieg der Index schon über 5.000 Punkte hinweg und am 3. Februar 2000 schließlich ging der CAC40 mit 6.149,67 Punkten aus dem Handel. Im selben Jahr erreichte der Index am 4. September mit 6.922,33 Zählern sein Allzeithoch.

    Danach begannen auch für den französischen Leitindex die Jahre der Krisen. Im Laufe der Dotcom-Krise fiel der CAC40 bis zum 12. März 2003 auf 2.403,04 Punkte. Daraufhin konnte der Index zunächst innerhalb mehrerer Jahre um 156,7 Prozent wachsen und zählte am 1. Juni 2007 wieder 6.168,15 Punkte.

    In der Finanzkrise fiel der CAC40 bis zum 9. März 2009 auf 2.519,29 Punkte. Bis zum 18. Februar 2011 erholte er sich dann wieder auf 4.157,14 Zähler, fiel aber bis zum 22. September wieder auf 2.781,68 Punkte ab. Von alter Glorie ist der Leitindex der Grande Nation noch weit entfernt, auch wenn er sich zuletzt unter starker Volatilität wieder auf 3.023,20 Punkte vorarbeiten konnte.

    IBEX35
    Der spanische Leitindex IBEX 35 ist erst kürzlich aus der Pubertät gekommen – im Jahr 1992 mit 3.000 Basispunkten aufgelegt, gehört er zu den jüngsten bedeutenden Indizes Europas. Sein Kurs wird auf 2.205,60 Punkte am 7. Januar 1987 zurückgerechnet. Die Madrider Börse entscheidet in halbjährlichem Rhythmus über die Zusammensetzung des Index, der die 35 bedeutendsten spanischen Aktiengesellschaften enthält.


    Jahreschart IBEX35

    Besonders stark sind Unternehmen aus dem Energiesektor, Baufirmen und Finanzdienstleister vertreten. So zum Beispiel Banco Santander, Gas Natural oder Sacyr Vallehermoso.

    Am 26. Dezember 1996 überschritt der IBEX35 mit 5.101,76 Punkten erstmals die 5000er Grenze. Am 24. März 1998 erreichte er einen Schlussstand von 10.093,92 Zählern und wuchs bis zum 6. März 2000 sogar auf 12.816,80 Punkte.

    Die Dotcom-Krise warf den IBEX35 wieder auf 5.452,40 Punkte am 12. März 2003 zurück. Diese erste Krise wurde schnell verdaut und ein beeindruckendes Wachstum setzte ein. Am 8. November 2007 markierte der IBEX35 sein Allzeithoch mit 15.945,70 Punkten. Damals strotze die spanische Wirtschaft vor Kraft und so manch anderes europäisches Land schielte neidisch auf die iberische Halbinsel herüber.
    Doch die Finanzkrise traf Spanien mit seinen zahlrichen Banken und Sparkassen besonders hart. Bis zum 9. Oktober fiel der IBEX35 unter die 10.000er Marke auf 9.902,90 Punkte. Es folgte mit 9,14 Prozent der größte Tagesverlust seiner Geschichte am 10. Oktober 2008. Bis zum 9. März 2009 sackte der Index auf 6.817,40 Zähler ab.

    Noch einmal konnte sich der IBEX35 erholen. Bis zum 6. Januar 2010 stieg er um 79,3 Prozent auf 12.222,50 Punkte. Im Zuge der europäischen Schuldenkrise ging es wieder bergab: Bis zum 12. September 2011 fiel der IBEX35 auf 7.640,70 Punkte. Seitdem läuft auch der spanische Leitindex so wie viele andere europäische Indizes unter verstärkter Volatilität seitwärts. Dabei hält er sich im Bereich von 7.600,00 bis 8.800,00 Punkten auf. Zuletzt notierte er bei 8.480,00 Punkten.

    FTSE MIB
    Noch jünger als der spanische Vertreter ist der italienische Leitindex FTSE MIB. Dieser löste am 3. November 2003 den bisherigen Leitindex MIB ab, welcher die 30 wichtigsten italienischen Unternehmen enthielt. Mit der Ablösung ging auch die Erweiterung auf 40 Bluechips einher. FTSE MIB steht für Financial Times Stock Exchange & Milano Borsa. Der Wechsel steht im Zusammenhang mit dem Einstieg der britischen Financial Times in die Herausgabe des Index. Die Briten hatten den Index 2009 vom vorherigen Partner der Italiener, der amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor´s übernommen. Zuvor hieß er noch S&P/MIB. Der FTSE MIB spiegelt 80 Prozent der italienischen Marktkapitalisierung wider.

    Der alte und der neue Leitindex wurden am 31. Oktober 2003 auf einen Wert von 25.973 Punkten synchronisiert, um einen problemlosen Wechsel des Handels sicherzustellen.


    Jahreschart FTSE MIB

    Sein Allzeithoch erreichte der Index am 6. März 2000 mit 51.093 Punkten. Im Zuge der Dotcom-Krise kam es zu massiven Einbußen auf 20.539 Punkten am 12. März 2003. Bis zum 18. Mai wuchs der FTSE MIB wieder auf 44.364 Punkte.

    In der globalen Finanzkrise riss es den FTSE MIB bergab: Innerhalb weniger Jahre fiel der Index auf 12.620,57 Zähler. Danach konnte er sich bis zum 19. Oktober 2009 wieder auf 24.425,98 Punkte erholen.
    Mittlerweile gehört Italien jedoch zu den Nationen, welche von der Europäischen Schuldenkrise besonders gebeutelt werden. Die Schuldenlage und der, gelinde gesagt, zwielichtige Regierungschef machen es dem Land momentan sehr schwer, was sich auch am Verlauf des Leitindex zeigt. Seit Februar 2011 ist der FTSE MIB von 22.255,00 auf zuletzt 14.788,60 Punkte gefallen. Allerdings ist der Index, genau wie die anderen europäischen Leitindizes in eine volatile Seitwärtsbewegung übergegangen und schwankt seit Mitte August 2011 zwischen 13.100,00 und 15.600,00 Zählern.

    AEX
    Der niederländische Leitindex AEX (Amsterdam Exchange Index) ist ein Kursindex, welcher die 25 wichtigsten an der Euronext Amsterdam gehandelten Werte zusammenfasst. Ursprünglich hieß der 1983 eingeführte Index EOE (European Options Exchange).

    Seinen größten Tagesverlust musste der Index bereits am 19. Oktober 1987 im Zuge des schwarzen Montags hinnehmen. Damals brach der EOE um 12,00 Prozent ein.

    1993 erfolgte die Umbenennung in AEX. Sein Allzeithoch erreichte der Index am 4. September 2000 mit 701,56 Punkten. Ein erster Tiefststand kam im Zuge der Dotcom-Krise am 12. März 2003 mit 218,44 Zählern zustande. Bis zum 16. Juli 2007 stieg der AEX wieder auf 561,90 Punkte.

    In der Finanzkrise ging es bis zum 9. März 2009 bergab. Damals erreichte der AEX sein Allzeittief von 199,25 Punkten. Seitdem konnte sich der Index wieder etwas erholen. Am 18. Februar 2011 stand er wieder bei 374,19 Punkten. Zuletzt bewegte auch der AEX sich volatil zwischen 255,00 und 295,00 Punkten seitwärts.

    EUROSTOXX50
    Unter Europas Indizes kommt dem EUROSTOXX50 eine Sonderrolle zu. In dem Index sind 50 der größten Unternehmen der Eurozone zusammengefasst. Dabei ist die Marktkapitalisierung in Bezug auf den Streubesitz wichtigstes Auswahlkriterium. Die Berechnung des Index wird während des Handels stündlich aktualisiert. Herausgegeben wird der Index von der Züricher STOXX Limited, einer Tochtergesellschaft Deutschen Börse und der SIX Group.


    Jahreschart EUROSTOXX50

    Entsprechend seiner Aufgabe als zusammenfassender Index der Eurozone enthält der EUROSTOXX50 etliche Werte aus den Leitindizes der einzelnen Länder. So zum Beispiel Allianz, BASF oder Siemens aus Deutschland, Danone aus Frankreich oder ENEL aus Italien.

    Der EUROSTOXX50 wurde am 26. Februar 1998 mit einer Indexbasis von 1.000,00 Punkten ab dem 31. Dezember 1991 eingeführt. Er wird bis ins Jahr 1986 zurückberechnet.

    Am 23. Januar 1997 stieg der EUROSTOXX50 erstmals über 2.000 Punkte und ging mit 2.000,68 Zählern aus dem Handel. Bis zum 3. Februar 2000 war dem Index ein permanentes Wachstum beschieden. An diesem Tag notierte der EUROSTOXX50 erstmals mit 5.046,12 Punkten. Schon wenig später, am 6. März 2000 wurde mit 5.464,43 Punkten das Allzeithoch markiert.

    Im Laufe der Dotcom-Krise fiel der Index bis auf 1.849,64 Punkte am 12. März 2003, erholte sich aber bis zum 16. Juli 2007 wieder auf 4.557,57 Zähler.

    In der Finanzkrise ging es schließlich bis auf ein Tief von 1.809,98 Punkten am 9. März 2009 hinab. Von diesem Zeitpunkt an ging es ein letztes Mal deutlich bergauf und am 18. Februar 2011 wurde mit 3.068,00 Punkten noch einmal Höhenluft geschnuppert. Die europäische Schuldenkrise belastet natürlich auch den europäischen Gemeinschaftsindex erheblich und bis zum 12. September 2011 fiel der EUROSTOXX50 auf 1.995,01 Punkte. Zuletzt notierte der Index bei 2.170,00 Zählern.

    NIKKEI225
    Nicht nur westliche Medienunternehmen haben sich der Herausgabe von Indizes verschrieben. Auch der japanische Leitindex NIKKEI225, vielleicht der bedeutendste Index Asiens, wird von einer Wirtschaftszeitung aufgelegt. Die Nihon Keizai Shimbun listet die 225 bedeutendsten japanischen Aktiengesellschaften seit dem 1. Juli 1971 auf. Der NIKKEI225 selbst existiert jedoch schon seit dem 7. September 1950 und wurde damals von der Tokioter Börse gegründet. Der Index wird bis ins Jahr 1949 zurückberechnet, auf monatlicher Basis sogar bis 1914. Damit gehört er bereits zu den ältesten Leitindizes der großen Industrienationen.


    Jahreschart NIKKEI225

    Auch der NIKKEI225 ist ein Kursindex, dessen Zusammensetzung normalerweise einmal pro Jahr neu überprüft wird. Vor allem Industrieunternehmen haben eine hohe Gewichtung im NIKKEI225. Zu den hierzulande bekannten Werten des Index gehören beispielsweise Mitsubishi, Olympus oder Yamaha.

    Am 20. Februar 1960 überschritt der NIKKEI225 erstmals die 1.000 Punkte-Grenze. Am 22. Dezember 1972 beendete er den Handel mit 5.025,54 Punkten. In der Ölkrise von 1973 mussten erstmals starke Einbußen verkraftet werden. Bis zum 9. Oktober 1974 fiel der NIKKEI225 auf 3.355,13 Zähler. Bis zum 28. März 1978 ging es jedoch wieder bis auf 5.360,34 Punkte bergauf.

    Nur knapp sechs Jahre später, am 9. Januar 1984 stieg der NIKKEI225 erstmals über 10.000 Punkte und ging mit einem Stand von 10.053,81 aus dem Handel. Für den nächsten Meilenstein benötigte er nur halb so lange: Am 30. Januar 1987 erreichte der Index 20.048,35 Punkte.

    Kurze Zeit später verursachte der Schwarze Montag am 20. Oktober 1987 mit 14,90 Prozent den größten Tagesverlust in der Geschichte des NIKKEI225. Dieser fiel um 3.836,48 Punkte auf 21.910,08 Zähler. Doch schon am 7. Dezember 1988 war der NIKKEI225 wieder so stark, dass er 30.050,82 Punkte erreichte. Am 29. Dezember 1989 schließlich erreichte der NIKKEI225 sein Allzeithoch, als er mit 38.915,87 Zählern aus dem Handel ging.

    1990 durchlebte Japan seine eigene Immobilienkrise nach dem Platzen einer Spekulationsblase. Bis zum 3. Juli 1995 ging es mit dem NIKKEI225 bis auf 14.485,41 Punkte bergab. Diese Ereignisse bildeten den Auftakt zu einer sehr unruhigen Periode in der Geschichte des Index. So stieg er bis zum 26. Juni 1996 wieder auf 22.666,80 Punkte, um danach während der sogenannten Asienkrise Ende der 90er Jahre wieder abzustürzen. Am 9. Oktober 1998 notierte der NIKKEI225 wieder mit 12.879,97 Zählern. Bis zum 12. April 2000 stieg der NIKKEI225 wieder auf 20.833,21 Punkte.

    Das Platzen der Dotcom-Blase zog auch den NIKKEI225 in Mitleidenschaft und schickte den Index bis zum 28. April 2003 mit 7.607,88 Punkten auf Tauchfahrt. Bis zum 9. Juli 2007 stieg der Index zwar wieder auf 18.261,98 Zähler, doch dann schlug die internationale Finanzkrise zu: Bis zum 8. Oktober 2008 fiel der NIKKEI225 auf 9.203,32 Punkte. Gleichzeitig nahm die Volatilität weiter zu. So gelang mitten in der Krise am 14. Oktober 2008 mit 14,15 Prozent sogar der höchste Tagesgewinn in der Geschichte des NIKKEI225. Die Talfahrt setzte sich trotzdem bis zum 10. März 2009 fort, als der Index den Handel mit 7.054,98 Zählern beendete.

    Danach stieg der NIKKEI225 zunächst wieder. Bis zum 5. April 2010 legte er auf 11.339,30 Punkte zu, fiel in der Folge wieder unter 10.000 Punkte und erreichte am 21. Februar 2011 einen Schlussstand von 10.857,53 Punkten.

    Es folgte im März 2011 die verheerende Naturkatastrophe, welche in der Zerstörung des Kernkraftwerkes Fukushima gipfelte. Erneut brach der Index stark ein und verlor innerhalb eines Tages mehr als 10 Prozent an Wert. Zwar kam es seitdem zu kurzfristigen Erholungen, doch auch zuletzt stand der NIKKEI225 nur noch bei 8.750,00 Punkten.

    HANG SENG
    Der Hongkonger Aktienindex HANG SENG ist der wichtigste Aktienindex der Volksrepublik China und enthält die 45 bedeutendsten Unternehmen, welche zusammen rund 70 Prozent der Marktkapitalisierung der Hong Kong Stock Exchange ausmachen. Der Index wird seit dem 24. November 1969 herausgegeben, also schon lange vor der Rückgabe der britischen Kolonie Hongkong an China am 1. Juli 1997. Auch heute noch nimmt Hongkong als Sonderverwaltungszone und Wirtschaftsstandort eine ganz eigene Stellung in der Volksrepublik ein. Der HANG SENG-Index wird von der Gesellschaft HSI Services Limited herausgegeben, welche eine Tochtergesellschaft der Hang Seng Bank ist. Während ursprünglich nur die Marktkapitalisierung zur Gewichtung der Werte herangezogen wurde, fließt seit 2006 auch der Streubesitz der Aktien in die Berechnung ein. Zur besseren Kontrolle ist der eigentliche HANG SENG in vier Unterindizes aufgeteilt.


    Jahreschart HANG SENG

    Am 2. Februar 1973 sprang der HANG SENG erstmals über die 1.000 Punkte-Hürde und notierte mit 1.098,86 Punkten. In der Folge stieg er bis zum 9. März 1973 auf 1.774,96 Punkte, bevor die Ölkrise der Rally ein Ende setzte. Und den HANG SENG erwischte es besonders schwer: Bis zum 10. Dezember 1974 verlor er 91,5 Prozent an Wert und stürzte auf 150,11 Punkte ab.

    In den Jahren danach erholte sich der Index jedoch deutlich. Am 19. Oktober 1987, unmittelbar vor dem Schwarzen Montag in den USA, ging der HANG SENG mit 3.362,39 Punkten aus dem Handel. In der Folge wurde die Hongkonger Börse eine ganze Woche lang geschlossen. Als direkte Folge erlitt der HANG SENG am 26. Oktober 1987 mit 33,33 Prozent den höchsten Tagesverlust aller Zeiten und fiel auf 2.241,69 Punkte. Erst am 4. Juli 1990 hatte der Index die Verluste wieder wettgemacht und notierte mit 3.363,49 Zählern.

    Am 11, März 1992 erreichte der HANG SENG eine Notierung von 5.005,96 Punkten. Und bis zum 10. Dezember 1993 gelang ihm ein rasanter Aufstieg auf 10.228,11 Zähler. Bis zum 7. August 1997 kletterte er sogar auf 16.673,27 Punkte. Am 29. Oktober des gleichen Jahres folgte mit 18,82 Prozent der höchste Tagesgewinn seiner Geschichte, allerdings bei einem Schlussstand von nur noch 10.765,30 Zählern.

    Die Asienkrise war angebrochen und der Hongkonger Leitindex schrumpfte immer schneller zusammen. Bis zum 13. August 1998 ging es bergab bis auf 6.660,42 Punkte. Erst im Sommer 1998 stieg der Index wieder und erholte sich bis zum 28. März 2000 sogar wieder auf 18.292,86 Punkte.

    In der Dotcom-Krise sank der HANG SENG bis zum 25. April 2003 auf 8.409,01 Punkte. In der Folgezeit stieg der Index wieder deutlich und durchbrach am 28. Dezember 2006 sogar die Schallmauer von 20.000 Punkten. Bis zum 19. September 2007 ging es sogar weiter bis auf 25.554,64 Zähler. Am 30. Oktober 2007 schließlich erreichte der HANG SENG sein Allzeithoch von 31.638,22 Punkten.

    Im Laufe der Finanzkrise fiel der HANG SENG wieder und sackte bis zum 27. Oktober 2008 auf 11.015,84 Punkte durch. Nachdem er sich 2010 noch einmal bis auf 24.964,37 Punkte aufgerafft hatte, fiel er zuletzt wieder und ging am 26. September 2011 mit 17.407,80 Punkten aus dem Handel.

    S&P/ASX
    Der australische Leitindex S&P/ASX All Ordinaries umfasst den größten Teil der Werte der Australischen Wertpapierbörse ASX. Er enthält damit 99 Prozent (!) des australischen Aktienmarktes. Er wurde am 1. Januar 1980 erstmals mit einem Basiswert von 500 Punkten aufgelegt und bis ins Jahr 1938 zurückgerechnet, auf Monatsbasis sogar bis 1875. Die US-Agentur Standard & Poor´s ist erst seit dem Jahr 2000 an der Herausgabe des Index beteiligt. Seitdem enthält der Index 500 Werte anstelle zuvor zwischen 200 und 330.


    Jahreschart S&P/ASX

    Am 6. Juni 1999 erreichte der S&P/ASX einen Stand von 3.032,90 Punkten. Bereits am 21. Dezember 2004 stieg er auf 4.018,30 Zähler und am 24. März 2006 konnte ein Schlussstand von 5.001,60 Punkten verbucht werden. Am 23. Februar 2007 fiel die 6.000er Marke, als der S&P/ASX mit 6.009,30 Punkten aus dem Handel ging. Wenig später, am 1. November 2007 erreichte der Index mit 6.873,20 Punkten sein Allzeithoch.

    Im Laufe der Finanzkrise ging es bis zum 6. März 2009 auf 3.111,70 Zähler abwärts. Bis zum 11. April 2011 erholte der Index sich wieder auf 5.064,90 Punkte. Seitdem fiel der australische Leitindex jedoch wieder kontinuierlich ab und notierte zuletzt bei 4.010,00 Punkten.

    Fazit
    Vergleicht man die Leitindizes der Länder rings um den Globus, wird eines schnell klar: So groß auch kulturelle Unterschiede sein mögen, so verschieden die Gesetze der einzelnen Marktteilnehmer, es sitzen dennoch alle in einem Boot. Wirtschaftskatastrophen wie der Schwarze Montag oder die globale Finanzkrise ziehen alle Märkte gleichermaßen in die Tiefe.

    Ebenso wird deutlich, dass die globalen Märkte sich fast zeitgleich wieder erholen, nachdem die großen Krisen überstanden oder zumindest einigermaßen verdaut sind. Die globalen Aktienmärkte verhalten sich in dieser Hinsicht schon fast wie ein gemeinschaftlicher Organismus.

    Im Anschluss finden Sie noch einmal eine Tabelle der vorgestellten Indizes aus beiden Ausgaben, welche Sie in unserem Hause handeln können. Dabei gilt noch zu beachten, dass Sie auf der Plattform HanseTrader Index-CFDs handeln, während im HanseTrader Meta die Futures der jeweiligen Indizes gehandelt werden.

    Wir wünschen Ihnen viel Erfolg in der faszinierenden Welt der Leitindizes – und schrecken Sie nie davor zurück, bei Fragen zu diesem nicht unkomplzierten Thema unser Helpdesk in Hamburg anzurufen.

    Matthias Protzel

    Index Land HanseTrader HanseTrader Meta (Future)
    DOW JONES USA US30 CBOT.YM
    NASDAQ100 USA NDAQ100 CME.NQ
    S&P500 USA SPX500 CME.ES
    RUSSELL2000 USA USRUSS2000 nicht enthalten
    DAX Deutschland GERMAN30 EUREX.FDX
    MDAX Deutschland GERMANMID50 nicht enthalten
    TecDAX Deutschland GERMANTEC30 nicht enthalten
    ATX Österreich AUSTRIAN20 nicht enthalten
    SMI Schweiz SWISS30 EUREX.FSMI
    FTSE100 Großbritannien UK100 LIFFE.FFI
    CAC40 Frankreich FRENCH40 Par.FCE
    IBEX35 Spanien SPANISH35 MEFF.MFXI
    FTSE MIB Italien ITALIAN40 Mil.IFS
    AEX Niederlande DUTCH25 Ams.AEX
    EUROSTOXX50 Europa EUSTOX50 EUREX.STXE
    NIKKEI225 Japan JAPAN225 OSE.SSI
    HANG SENG Hongkong HONGKONG33 HKE.HSI
    S&P/ASX Australien AUSSIE200 nicht enthalten

     

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