You are here: Startseite / Aareal Bank wappnet sich gegen Finanzkrise

Aareal Bank wappnet sich gegen Finanzkrise

    Di, 08/11/2011 - 17:17 – M.Protzel

    Die Wiesbadener Aareal Bank gehört zu den führenden Immobilienfinanzierern Europas. Doch sowohl Subprime- als jetzt auch die Schuldenkrise konnten dem Institut weniger Schaden zufügen als dem Großteil der Konkurrenz. Zwar erhielt die Bank 2009 rund 525 Millionen Euro aus dem Finanzmarktfond SoFFin, ist jedoch schon fleißig mit der Rückzahlung beschäftigt.

    Die meisten Wettbewerber sind finanziell derart angeschlagen, dass sie im Gegensatz zur Aareal Bank keine Neugeschäfte eingehen können. So stieg das Immobilienneugeschäft der Aareal Bank allein im dritten Quartal 2011 auf gut drei Milliarden Euro.

    Das Betriebsergebnis der Bank liegt nach den ersten neun Monaten mit 138 Millionen Euro bereits über der ursprünglichen Jahresprognose von 134 Millionen. Davon wurden allein 47 Millionen Euro im dritten Quartal eingefahren. Nach Abzug aller Steuern und Zinsen blieb ein Quartalsgewinn von 24 Millionen Euro.

    Mit einer Kernkapitalquote von 16,6 Prozent ist die Aareal Bank im internationalen Vergleich stabil aufgestellt. Abzüglich der Nebeneffekte wie der SoFFin-Einlage liegt die harte Kernkapitalquote derzeit bei 11,5 Prozent.


    Good Bank: Aareal hat rechtzeitig die Hände von maroden Staatsanleihen gelassen...

    Ein wenig Sorge macht höchstens die gestiegene Risikovorsorge für faule Kredite, welche auf 36 Millionen Euro anwuchs. Für das Gesamtjahr werden Rückstellungen von bis zu 140 Millionen Euro erwartet.

    Der große Pluspunkt der Aareal Bank ist momentan das fehlende Engagement im Krisenherd Griechenland. Neben griechischen Staatsanleihen fehlen auch solche aus Spanien und Irland komplett im Aareal-Depot. Zwar hält die Aareal Bank noch italienische Staatsanleihen, diese wurden jedoch seit dem September von 1,6 auf nunmehr 1,2 Milliarden Euro reduziert.

    Sofern sich die Krisen in Europa verschärfen, sieht sich die Aareal Bank gut aufgestellt, um gegensteuern zu können. Die restlichen rund 300 Millionen Euro aus dem SoFFin-Topf sollten zudem ebenfalls in absehbarer Zeit abbezahlt sein. Denkt man dann noch an das derzeitige Stigma aller Banken an den Aktienmärkten, ist der momentane Aufstieg der Aktie umso bemerkenswerter.

    Zwischen dem 28. Oktober und dem ersten November war die Aareal-Aktie von 16,50 Euro auf 11,95 Euro abgerutscht. Die jüngsten Meldungen stellten jedoch offenkundig das Vertrauen der Anleger wieder her, denn inzwischen hat sich das Papier wieder auf 14,50 Euro erholt. Und damit muss noch lange nicht Schluss sein.

    Sofern Italien nicht noch vor Weihnachten zusammenbricht und Europa in eine finanzielle Katastrophe reißt, dürfte der Aareal Bank auch ein starkes viertes Quartal beschieden sein. Wir rechnen nach wie vor damit, dass auch Italien noch auf den rechten Weg gebracht werden kann und einen langen, schmerzhaften Heilungsweg antreten wird. Griechenland kann den Wiesbadenern jetzt keine Angst mehr machen. Wir sehen daher langfristige Chancen für die Aareal-Aktie bis auf 22,00 Euro zu steigen. Sichern Sie Ihre Trades dennoch per Stoporder ab, um vorbereitet zu sein, falls es zu größeren Erschütterungen an den Finanzmärkten kommt.

    Matthias Protzel

     

    Ausblick

      HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz
    Aareal Bank
    ARL (Ger) - 22,00 Euro  

    Aktuelle Monatsausgabe

    CFD-Profi werden!

    Werden Sie Mitglied


    Als registrierter Benutzer haben Sie Zugriff auf den Videobereich und können eigene Kommentare verfassen. Melden Sie sich einfach an: >> Registrieren

    Werden Sie Mitglied


    Als registrierter Benutzer haben Sie Zugriff auf den Videobereich und können eigene Kommentare verfassen. Melden Sie sich einfach an: >> Registrieren

    Termine

    Kommentare

    Schlagwortwolke