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Geschenke, Geschenke, Geschenke

    Do, 02/02/2012 - 12:56 – H.Theis

    Wie laufen die Carry Trades mit dem Euro?
    Weihnachten ist seit mehreren Wochen vorbei, doch die EZB verteilt weiterhin Geschenke! Die Europäische Zentralbank ermöglicht es Großbanken weiterhin, sich mit Hilfe hoch verzinster Schuldtitel als Sicherheit, zu günstigsten Konditionen bei der EZB zu refinanzieren. So ist es also auch kein Wunder, dass Länder wie Spanien und Italien in jüngster Vergangenheit keine Probleme bei der Platzierung ihrer Anleihen haben.

    Doch was bedeutet das genau? Großbanken führen eine Art risikolosen „Carry Trade“ durch. In der Praxis bedeutet das nichts anderes, als dass Banken sich zum aktuellen Leitzins von 1,0 Prozent Geld bei der EZB leihen, um es anschließend in hoch verzinste europäische Schuldtitel, wie die von Spanien oder Italien zu investieren.

    Die Differenz zwischen zwischen den hohen Zinsen, die Banken aus den südeuropäischen Anleihen erhalten und dem einen Prozent, das Sie wiederum für den Kredit an die EZB bezahlen müssen, verbleibt als Gewinn bei der Bank!

    Der Clou dabei ist, dass die EZB die hoch verzinsten Anleihen der südeuropäischer Staaten trotzdem als vollwertige Sicherheit akzeptiert und die Großbanken damit in die Lage versetzt, diese Geschäfte in einem gewaltigem Umfang zu betreiben.


    Die Europäische Zentralbank verteilt derzeit munter Geschenke...

    Als besonderes Geschenk erweist sich in diesem Zusammenhang unsere europäische Gemeinschaftswährung. Denn im Vergleich zu anderen Carry Trades, bei denen man sich Geld in einem Währungsraum zu günstigen Konditionen ausleiht, um es in einem anderen Währungsraum höher verzinst anzulegen, entfällt in diesem Fall für die Banken das Währungsrisiko.

    Wer sich derzeit beispielsweise in den USA Geld leiht, um es in Australien zu investieren, profitiert von der entsprechenden Differenz zwischen dem niedrigen Zinsniveau der USA und dem etwas höheren Niveau in Australien. Er muss jedoch zusätzlich den Wechselkurs der beiden Währungen zueinander im Auge behalten.

    Anders ist es bei den Europäischen Großbanken. Im Gegensatz zu einem klassischen Carry Trade, sind die Händler hier in der bequemen Situation, sich das Kapital in der gleichen Währung zu leihen, in der Sie es wieder investieren. Das Wechselkursrisiko entfällt hier dank des Euro  komplett.

    Politik und EZB feiern dieses Vorgehen der EZB derzeit als Erfolg, da es zu einer vorübergehenden Entspannung an den Märkten und damit in Europas Regierungszentralen geführt hat.

    Doch letztlich bedeutet dieses Modell nichts anderes, als dass auch die EZB inzwischen die gleiche Politik verfolgt, wie die US-amerikanische Notenbank. Zu Gunsten der Staatshaushalte finanziert die EZB über diesen Umweg Europas Schulden und bringt damit die Notenpresse in Gang. Die Geldmenge wird so weiter ansteigen und Inflation ist die Folge.

    Dies wiederum beflügelt langfristig alle Sachwerte wie Aktien und Rohstoffe, die vor diesem Hintergrund weiterhin ein „Kauf“ sind.

    Hendrik Theis

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