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Made In Germany

    Do, 02/02/2012 - 13:32 – M.Protzel

    Von deutschen Unternehmen, die in die Welt hinauszogen
    Vor 150 Jahren war die Welt des britischen Maschinenbaus noch in Ordnung. Es gab kaum ernstzunehmende Konkurrenz, die Industrie des Inselstaates war weltweit unangefochten. Doch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begannen auf einmal Waren aus dem aufstrebenden deutschen Reich den englischen Produkten den Rang abzulaufen. Vor allem im Maschinenbau verlief die Entwicklung von minderwertigen Nachahmerprodukten hin zu überlegener Qualität in beängstigender Geschwindigkeit.

    Ein Schutzgesetz musste her. Und am 23. August 1887 wurde schließlich der Merchandise Marks Act verabschiedet. Von nun an waren alle Waren nach ihrem Herkunftsland zu kennzeichnen. Somit sollten alle Produkte "Made in Germany" schnell zu erkennen und zu vermeiden sein. Doch der Schuss ging nach hinten los. Binnen weniger Jahre hatte sich die Überlegenheit deutscher Produkte so weit durchgesetzt, dass das ursprünglich abwertende Prädikat zu einem bis heute weltbekannten Markenzeichen geworden war, welches selbst zwei Weltkriege unbeschadet überstand.


    Aus den Anfangstagen des Maschinenbaus...

    Kein Wunder also, dass die jüngsten Überlegungen des EU-Kommissars Algirdas Semeta, das Label unter eine strengere Kontrolle zu stellen, für einen entsetzten Aufschrei in Industrie und Lobbyverbänden auslöste. Denn längst schon wird die sogenannte Wertschöpfung, also der entscheidende Produktionsanteil, nicht mehr ausschließlich in Deutschland erreicht. Viele Unternehmen nehmen nur noch die Endfertigung hierzulande vor oder haben fast ihre gesamte Produktion ins Ausland verlagert.

    Die Überlegung, das Label nur noch zu verleihen, wenn mindestens 45 Prozent des Wertanteils aus Deutschland stammen, stieß vielen dieser Unternehmen sauer auf. Mittlerweile sind alle diesbezüglichen Pläne derart von den betroffenen Lobbyverbänden inklusive politischer Einflussnahme abgebügelt worden, dass eine Änderung des quasi unkontrollierten "Made in Germany" Labels vorerst nicht zu erwarten ist.

    Wir wollen an dieser Stelle nicht fragen, welchen Wert eine Marke hat, wenn nur noch eine deutsche Prägung auf eine chinesische oder indische Maschine gestanzt oder ein Etikett an ein T-Shirt aus Bangladesch genäht wird. Die mögliche Aufweichung des Prädikats durch tatsächlichen Qualitätsverlust ist ein Prozess, der Jahre dauern dürfte, wenn es denn tatsächlich so käme. Stattdessen wollen wir einen fundamentalen Blick auf einige der wichtigsten deutschen Unternehmen werfen, welche intensiv im Ausland aktiv und für Sie als CFD handelbar sind.

    Siemens
    Der größte deutsche Elektronikkonzern Siemens beschäftigt heute fast 400.000 Mitarbeiter, davon etwa 128.000 in Deutschland. Und die Auslandsfertigung nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Ein gewichtiger Grund liegt in der ursprünglichen Fixierung auf hochpreisige High-Tech Geräte allererster Kategorie, welche im globalen Wettbewerb allein nicht mehr ausreicht.

    Länder wie China und Indien sind zwar aufstrebende Wirtschaftsmächte, deren Einfluss in den kommenden Jahren stetig zunehmen wird, doch gibt es nach wie vor massive Unterschiede zwischen wirtschaftlich starken und bettelarmen Regionen. Dies wird vor allem in der Medizintechnik deutlich. So finden wir zwar bereits Krankenhäuser von westlicher Qualität in den Metropolen und Industriestandorten, doch in den ländlichen Regionen können sich viele Menschen die schlichtesten medizinischen Untersuchungen nicht leisten. Das hängt zu einem großen Teil auch damit zusammen, dass selbst für unsere Begriffe alltägliche Geräte wie Ultraschall- oder Röntgenmaschinen für dortige Ärzte signifikante Investitionen darstellen.

    Damit sich Anschaffung und Betrieb derartiger Geräte auch in ärmeren Regionen lohnen, geht Siemens verstärkt dazu über, ein Billigpreissegment speziell für ärmere Länder aufzubauen. Bereits in der Materialwahl lassen sich dabei enorme Einsparungen erzielen, auch sind die meisten Apparaturen weitaus weniger vielfältig in ihren Anwendungsmöglichkeiten. Für einen indischen Arzt, beispielsweise in einer Bergbauregion, dessen Patienten zu großen Teilen aus Minenarbeitern bestehen, reicht jedoch schon ein einfaches Gerät zur Durchleuchtung der staubverschmutzten Lungen für den Tagesbetrieb aus.

    Dementsprechend wird Siemens auch die Produktion dieser abgespeckten Medizintechnik komplett in Indien bzw. anderen Niedriglohnländern abwickeln. Auf diesen Geräten wird vermutlich kein "Made in Germany" aber definitiv ein "Made by Siemens" prangen. Deutschland bleibt vorerst das High-Tech-Segment vorbehalten.

    Ob und wann sich diese Trennung aufweicht, ist fraglich. Bereits jetzt werden auch billige Geräte aus chinesischer Produktion in den Westen importiert. Ein Beispiel sind die Computertomographen der Siemens-Tochter Somatom.

    Auch im Sektor Infrastruktur & Städtebau dürften Asien und Osteuropa zukünftig eine höhere Priorität einnehmen als die bereits gut entwickelten westlichen Staaten.

    Siemens konnte für das erste Quartal 2012 bereits ein Umsatzplus von zwei Prozent verbuchen. Damit setzten die Münchner bereits 17,9 Milliarden Euro um. Der Auftragseingang sank jedoch um fünf Prozent auf 19,8 Milliarden Euro. Insgesamt hat Siemens bereits Aufträge im Wert von 102 Milliarden Euro in den Büchern stehen. Im gesamten Geschäftsjahr 2011 hatte Siemens bei einem Umsatz von 73,5 Milliarden Euro einen Nettogewinn von 7,0 Milliarden Euro erzielt.

    Die Siemens-Aktie war seit Jahresbeginn zunächst von 73,00 auf 78,30 Euro gestiegen, fiel seitdem jedoch wieder auf zuletzt 72,50 Euro zurück. Unter Analysten gilt Siemens trotzdem als sehr aussichtsreich, auch wenn der Auftragseingang hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. In den kommenden Monaten kann Siemens durchaus bis auf 86,00 Euro klettern.

    Gildemeister
    Der Bielefelder Werkzeugmaschinenhersteller Gildemeister gehört zu den Vorzeigeunternehmen des deutschen Maschinenbaus. Doch auch Gildemeister setzt schon längst auf globale Fertigung, wobei vor allem Nordamerika und Asien im Fokus stehen. Zuletzt stellte Gildemeister beispielsweise gemeinsam mit dem japanischen Partner Mori Seiki die neuesten Branchentrends vor.
     
    So geschehen auf der für die Deutschen sehr erfolgreich verlaufenen Werkzeugmaschinenmesse EMO 2011. Während der Werkschau zwischen dem 19. und 24. September 2011 konnte Gildemeister mit 847 Maschinen im Wert von 207,6 Millionen Euro den höchsten Auftragseingang aller Zeiten auf einer Messe verbuchen.


    Deutsche Maschinen und Ersatzteile genießen weltweit einen einzigartigen Ruf...

    Ohnehin konnte sich das Unternehmen in den ersten drei Quartalen 2011 stark gegenüber dem Vorjahr verbessern. Insgesamt stieg der Auftragseingang auf über 1,5 Milliarden Euro und legte damit um 49 Prozent zu. Der Auslandsanteil der Bestellungen lag 2011 genau wie 2010 bei 60 Prozent.

    Der Umsatz konnte um 39 Prozent auf fast 1,2 Milliarden Euro gesteigert werden. Auch unter dem Strich blieben nach einem Verlust von 13,6 Millionen Euro im Vorjahr nunmehr wieder 18,1 Millionen Euro übrig.

    Die Gildemeister-Aktie ist stark ins neue Jahr gestartet. Seit dem neunten Januar stieg das Papier schon von 9,65 auf zuletzt 11,50 Euro. Ein weiterer Anstieg bis auf 15,00 Euro in den kommenden Wochen und Monaten scheint uns wahrscheinlich.

    Volkswagen
    Auch der momentan größte deutsche Automobilkonzern Volkswagen sucht sein Heil zusehends im Ausland. Und das nicht nur über die ausländischen Tochtermarken wie Seat, Bugatti oder Skoda. Legendär ist beispielsweise die Käfer-Fertigung in Mexiko. In Südamerika unterhält Volkswagen sogar eine eigene Entwicklungsabteilung. Dort entstand auch der brasilianische Kleinwagen VW Gol, der bislang 5,7 Millionen mal gefertigt wurde und in Brasilien und Argentinien das meistverkaufte Auto aller Zeiten ist und auch in Märkten wie China oder Russland angeboten wird.

    Doch auch in Südafrika, Brasilien und China befinden sich Fertigungsstätten. Dabei gilt grundsätzlich, dass Fahrzeuge in Schwellenländern günstiger vertrieben und auf die dortigen Straßenbedingungen zugeschnitten werden.


    Zeitlose Liebe -  "Das" Auto...

    Auch heute noch hat Volkswagen viele Fahrzeuge im Angebot, welche ausschließlich für Märkte außerhalb Europas bestimmt sind, darunter viele Varianten des VW Golf.

    2013 soll erstmals eine Fabrik des Bus- und LKW-Herstellers Scania auf dem indischen Subkontinent anlaufen. Für rund 200 Millionen Euro entsteht in der Nähe von Bangalore ein Werk mit einer Jahreskapazität von 2.000 Lastwagen, 1.000 Bussen und 1.500 Motoren. Diese Quote soll zumindest bis 2018 erreicht werden.

    Asien ist der größte Wachstumsmarkt für Automobile. Deshalb gerät auch Indonesien zusehends in den VW-Fokus. Momentan soll der Minivan T5 in Serie gehen und größtenteils aus Importteilen in der Hauptstadt Jakarta montiert werden. Dort soll auch der Vertrieb organisiert werden. Vertriebspartner ist die Firma Indomobil. Bis 2015 sollen jährlich 1.200 Minitransporter vom Band laufen, während die Produktion 2012 zunächst bescheiden mit 220 Stück startet.

    Der chinesische Hersteller SAIC, der eine enge Kooperation mit Volkswagen (und General Motors) unterhält, steigerte im vergangenen Jahr seinen Absatz um zwölf Prozent auf vier Millionen Fahrzeuge und machte einen Gewinnsprung von 40 Prozent. Genauere Zahlen werden erst im April 2012 veröffentlicht.

    Auch die tschechische Tochter Skoda feiert: Im tschechischen Werk Kvasiny rollte jüngst das 14-millionste Fahrzeug vom Band, ein Superb 2.0 TDI. Mit 879.200 Fahrzeugen setzte Skoda 2011 mehr ab, als jemals zuvor. Dementsprechend scheint das selbst gesteckte Ziel, bis 2018 rund 1,5 Millionen Einheiten pro Jahr zu verkaufen, nicht unerreichbar.

    Die Volkswagen-Aktie ist seit Jahresbeginn kontinuierlich von 103,00 auf zuletzt 124,75 Euro gestiegen. Die Kursziele der Analysten liegen unverändert bei etwa 135,00 Euro, insgesamt ist der Ausblick jedoch eher neutral. Wir rechnen zwar mit einer weiteren Steigung, sind jedoch ebenfalls der Meinung, dass Volkswagen zunächst keine großen Sprünge machen wird.

    Daimler
    Der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler hat in der Vergangenheit auf wenig erfreuliche Art Bekanntschaft mit Auslandsbeteiligungen gemacht. Allerdings muss rückblickend gesagt werden, dass die Fusion mit Chrysler vor fast 14 Jahren schlichtweg eine Nummer zu groß gedacht war und die Schwaben sich damals verhoben haben.

    Was die eigene Fertigung angeht, ist Daimler nach wie vor ein Global Player und produziert längst im großen Stil auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Australien. Pkw werden zu großen Teilen in Deutschland gefertigt, jedoch auch in den USA, Brasilien und Südafrika. Was die Lkw-Produktion angeht, haben sich die USA und Mexiko mit zahlreichen Werken als Hauptstütze etabliert. Dazu kommen Stätten in Deutschland, Portugal, der Türkei, Japan, Thailand und Brasilien. Vans werden in China, Vietnam, Brasilien, Spanien und den USA hergestellt. Die Busproduktion dagegen verteilt sich von Spanien über Frankreich, Ungarn und die Türkei mit einem Werk in Istanbul. Dazu kommen in allen Bereichen Beteiligungen an ausländischen Fabrikationsstätten.

    Mit der Einweihung seines neuen Werkes in Oman ist Daimler ab jetzt über seinen Partner Zawawi Mercedes-Benz auch auf der arabischen Halbinsel vertreten. Passend zu Geschmack und Geldbeutel der dortigen Zielgruppe wird der SLS AMG Roadster in der Golfmonarchie vom Band rollen.

    Desweiteren will der Daimler-Konzern ab 2014 massive Einsparungen von jährlich mindestens 1,5 Milliarden Euro erzielen. Die Einführung eines neuen Baukastensystems in der Herstellung soll die Kernmarke Mercedes-Benz profitabler machen. Dabei sollen alle Modelle auf drei Grundmodulen beruhen: Heckgetriebene Limousinen, SUVs sowie frontgetriebene Kompaktmodelle. Somit würde nicht nur die Produktion beschleunigt, es käme auch zu deutlichen Einsparungen in der Entwicklung, da nicht mehr jedes einzelne Modell bis ins Detail ausgeklügelt werden müsste. Kommende Elektromodelle sind ebenfalls in die Planungen einbezogen.


    Unverwüstliches Arbeitstier und jahrzehntelanger Exportschlager Unimog...

    Die Daimler-Aktie hat 2012 bislang sehr stark performt: Seit Jahresbeginn stieg das Papier von 33,00 auf zuletzt 42,90 Euro. Ein weiterer Anstieg auf 55,00 Euro erscheint in absehbarer Zeit wahrscheinlich.

    BMW
    Auch die jüngst zum ökologisch nachhaltigsten Automobilhersteller gekürte BMW AG setzt auf Produktion im Ausland. So werden heute unter anderem in den USA, Südafrika, Großbritannien, Österreich und China Automobile gefertigt. Dazu kommen sogenannte Bausatzfertigungen in Russland, Kairo, Indien, Malaysia, Thailand und Indonesien. Dort werden beispielsweise Rohkarosserien gefertigt, welche dann billiger importiert werden können als komplette Fahrzeuge und in den Hauptwerken zu kompletten Fahrzeugen zusammengesetzt werden.

    Ab 2014 sollen auch in Brasilien BMW hergestellt werden. Die Bayern folgen damit der Konkurrenz. Inzwischen gehört es zum guten Ton in der Automobilbranche, wenigstens ein Werk auf dem Gebiet der aufstrebenden Wirtschaftsmacht zu errichten. Momentan läuft jedoch noch die Auswertung 26 verschiedener Kandidaten für den Produktionsstandort.

    Auch BMW ist gut ins Jahr gestartet. Die Aktie stieg seit Neujahr von 51,30 auf zuletzt 66,30 Euro und könnte in den kommenden Monaten durchaus noch bis 75,00 Euro weiterlaufen.

    BASF
    Neben Maschinen und Automobilen sind Chemikalien ein wichtiges Exportgut der Bundesrepublik Deutschland. Der Ludwigshafener Konzern BASF gehört zu den wichtigsten Unternehmen in diesem Bereich.

    Zwar ist BASF bestrebt, dem Traditionsstandort Deutschland treu zu bleiben, doch werden heute auch zahlreiche wichtige Fabriken im Ausland betrieben. Die wichtigsten Standorte befinden sich dabei in den USA, unter anderem die weltgrößte Anlage zur Herstellung von Ethylen und Propylen im texanischen Port Arthur. Weitere Auslandsstandorte befinden sich in Mexiko, Malaysia, China und Belgien.

    Die BASF-Aktie stieg seit Anfang Januar 2012 von 53,50 auf zuletzt 60,00 Euro. Allerdings bescheinigen die meisten Experten der Chemiebranche eher verhaltene Wachstumschancen in der ersten Jahreshälfte. Ab dem Sommer soll demnach der gesamte Chemiemarkt wieder Fahrt aufnehmen. Wir sehen ebenfalls momentan nur noch wenig Wachstumspotenzial für die Aktie und setzen unser Kursziel bei 65,00 Euro.

    Bayer
    Auch der Chemie-Mischkonzern Bayer mit seinem Repertoire an Kunststoffen, Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln liefert nicht nur in aller Herren Länder, sondern produziert auch zusehends dort.
    Dabei liegt der Löwenanteil der Niederlassungen noch in Europa. So zum Beispiel im belgischen Antwerpen, in Großbritannien, Finnland und Italien. Dazu kommt noch das Werk im südspanischen Tarragona.


    Einige der weltgrößten Chemieanlagen befinden sich in Deutschland...

    Im Rest der Welt finden wir Bayer-Niederlassungen in den USA, Kanada, Lateinamerika, Südafrika und dem Nahen Osten. Auch im asiatischen Raum ist Bayer vertreten, wobei in China und Japan die größten Umsätze erzielt werden.

    Nachdem die Bayer-Aktie seit Anfang Januar von 49,00 auf zuletzt 53,50 Euro gestiegen ist, scheint der Schwung noch nicht ganz verbraucht. In Analystenkreisen wird Bayer nach wie vor genug Potenzial attestiert, die 60,00 Euro zu erreichen.

    Adidas
    Als einer der größten Sportkonzerne der Welt ist Adidas ebenfalls ein besonderes Aushängeschild der deutschen Wirtschaft. Doch gleichzeitig ist das Herzogenauracher Unternehmen auch ein Musterbeispiel für die Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer. Mittlerweile läuft ein Großteil der Produktion über den chinesischen Auftragsfertiger Yue Yuen Industrial.

    Diese gängige Praxis in der Sportartikelbranche hat für Adidas ebenso wie für die Konkurrenz bereits viel schlechte Publicity mit sich gebracht. Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit und menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen kamen in den vergangenen Jahren immer wieder auf.

    Was die laufenden Geschäfte angeht, ist mit einem starken Jahr 2012 zu rechnen. Mit den bevorstehenden Großereignissen Fußball-Europameisterschaft und Sommerolympiade geht Adidas quasi auf ein "fünftes Quartal" zu und rechnet daher mit einem Rekordjahr. Mit diesen Themen werden wir uns in diesem Jahr ohnehin noch beschäftigen.

    Seit Jahresbeginn konnte die Adidas-Aktie sich bereits von 50,70 auf zuletzt 55,00 Euro vorarbeiten und hat damit schon fast den Höchststand des Vorjahres erreicht. Während wir Adidas durchaus zu den aussichtsreichsten Werten des Jahres zählen, glauben wir jedoch, dass die Aktie erst in Sichtweite der Großevents voll durchstarten wird. Bis wir Ihnen erneut über Adidas berichten, setzen wir unser Kursziel zunächst auf 65,00 Euro und raten zu einer engen Absicherung der Position.

    Fazit
    "Made in Germany" gilt nach wie vor als absolutes Qualitätssiegel. In Zeiten, in denen das Ausland auf Deutschland schaut und das Land seine Rolle als europäische Führungskraft suchen muss, umso mehr. Dennoch wäre wünschenswert, dass sich Fertigungsprozesse und internationale Aktivitäten nicht komplett dem öffentlichen Blick entziehen. Für den Verbraucher ist es wichtig, sich auf die Qualitäts- und Herkunftsangabe verlassen zu können. Ohne falschen Stolz können wir sagen, dass beispielsweise chinesische Wertarbeit noch nicht an die deutsche heranreicht.
     
    Besonders schmerzhaft musste dies der Stofftierhersteller Steiff erfahren, der seine Produktion komplett aus dem Reich der Mitte nach Deutschland zurückverlagert hat. Zwar soll es keine unmittelbaren Mängel gegeben haben, doch die Giftskandale anderer chinesischer Spielzeugproduktionen drohten auch das Vertrauen in die Steiff-Produkte zu zerstören. Letztendlich war es den Verantwortlichen wichtiger, die Kontrolle über jeden Schritt der Fertigung in den eigenen Händen und vor Ort zu behalten.

    Die hier vorgestellten CFDs zumindest tragen trotz teils massiver Auslandsverlagerung ihr Prädikat noch zu Recht und könnten in diesem Jahr noch gewaltig durchstarten. In einer globalisierten Wirtschaft müssen die Konzerne Präsenz auf den wichtigen Märkten zeigen und tun dies auch.
     
    Würden jedoch eines Tages auch auf dem deutschen Markt nur noch billige Produkte aus Fernost angeboten, bekäme das Thema eine neue Aktualität. Wenn sich Europa und Deutschland nicht aus den Klauen der Finanzkrise befreien können, wäre die totale Abkehr von der Spitzenqualität eine mögliche Folge und ein uraltes englisches Gesetz hätte nach fast 200 Jahren seinen Zweck erfüllt.

    Wir empfehlen Ihnen, mit dem Finanzprodukt CFD von der aktuellen Stärke der deutschen Wirtschaft zu profitieren. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Positionen per Stopporder abzusichern und zögern Sie nicht, die bestens geschulten Mitarbeiter unseres Hilfsdesks bei allen Fragen anzurufen. Zwar stammt der CFD ursprünglich aus England, doch wir bieten Ihnen mit einem internationalen Team nach wie vor besten Service made in Germany.

    Matthias Protzel

     

    Ausblick

      HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz
    Siemens
    SIE (Ger) Xtr.SIEGn 86,00 Euro  
    Gildemeister
    GIL (Ger) Xtr.GILG 15,00 Euro  
    Volkswagen
    VOW (Ger) Fft.VOWG 135,00 Euro  
    Daimler
    DAI (Ger) Xtr.DAIGn 55,00 Euro  
    BMW
    BMW (Ger) Fft.BMWG 75,00 Euro  
    BASF
    BAS (Ger) Xtr.BASF 65,00 Euro  
    Bayer
    BAY (Ger) Xtr.BAYGn 60,00 Euro  
    Adidas
    ADS (Ger) Xtr.ADSG 65,00 Euro  

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