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Schuldenschnitt bei ProSiebenSat.1

    Fr, 02/03/2012 - 15:58 – M.Protzel

    Gute Nachrichten für das deutsche Medienunternehmen ProSiebenSat.1: Durch den Verkauf seiner belgischen und niederländischen Töchter konnte im vergangenen Jahr die Schuldbelastung massiv verringert werden. Nach rund drei Milliarden drücken den Konzern nun "bloß" noch 1,8 Milliarden Euro. Allein die ernorm verringerte Zinslast sollte im laufenden Geschäftsjahr für eine weitere Gewinnsteigerung sorgen.

    Denn auch das operative Geschäft hatte zuletzt zugelegt. Ohne die abgestossenen Unternehmen erzielte die Sendergruppe 2011 eine Gewinnsteigerung von 12,4 Prozent auf 309 Millionen Euro. Der Umsatz war um sechs Prozent auf 2,76 Milliarden Euro gestiegen.

    Zwar machen die deutschen Sender mit 1,91 Milliarden Euro den Löwenanteil der Erlöse aus, jedoch konnten sie 2011 ihren Marktanteil in Deutschland nur noch um 0,4 Prozent auf 28,9 Prozent steigern. Da im Sportjahr 2012 die Rechte für Fußballeuropameisterschaft und Olympiade bei anderen Sendern liegen, dürfte der Marktanteil im Sommer zunächst wieder reduziert werden. Der vor einem halben jahr gegründete Frauensender Sixx erreichte bereits 0,8 Prozent Marktanteil. Die internationalen Sender des Konzerns dagegen legten um 12,4 Prozent zu und setzten 565,2 Millionen Euro um. Vor allem die skandinavischen Sender legten stark zu.


    ProSiebenSat.1 hat wieder bessere Wachstumschancen - doch noch sind nicht alle Schulden getilgt...

    ProSiebenSat.1 ist in zwölf europäischen Ländern aktiv und besitzt insgesamt 20 freie Sender, 24 Pay-TV-Sender und 22 Radiostationen. Europaweit sind insgesamt gut 78 Millionen Haushalte in der Lage, diese Sender zu empfangen. Momentan stellt das werbefinanzierte Fernsehen noch die größte Einnahmequelle dar, doch in den kommenden Jahren soll das Pay-TV so weit ausgebaut werden, dass das Verhältnis 50/50 beträgt.

    Als große Schwäche in Deutschland wurde vor allem das Vorabendprogramm von Sat.1 ausgemacht, weshalb sich der geneigte Fernsehzuschauer ab dem dritten Quartal 2012 auf neue Soap- Quiz- und Realityformate "freuen" darf.

    Seit Jahresbeginn hat sich die Aktie bereits von 13,50 auf zuletzt 19,35 Euro erholt. Zuletzt hatte sich der Kursanstieg nach Bekanntgabe der guten Jahreszahlen etwas beschleunigt. Das Vorjahreshoch von 24,57 Euro könnte 2012 wieder ins Blickfeld geraten. Die Absicherung durch Stoporders darf natürlich nicht vergessen werden.

    Matthias Protzel

     

    Ausblick

      HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz
    ProSiebenSat.1
    PSM (Ger) Xtr.PSMG_p 25,00 Euro  

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