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Linde auf der Überholspur

    Di, 10/07/2012 - 15:37 – M.Protzel

    Es ist wieder soweit: Der deutsche Industriegasehersteller Linde bereitet sich auf eine großangelegte Übernahme vor. Die Münchner kündigten an, im Rahmen einer Kapitalerhöhung 12,9 Millionen neue Aktien zu 109,00 Euro das Stück zu platzieren. Damit sollen 1,4 Milliarden Euro in die Kassen fließen, um die 4,6 Milliarden US-Dollar schwere Akquisition des US-Konkurrenten Lincare zu stemmen.

    Lincare gehört zu den führenden US-Herstellern von Sauerstoffgeräten und Beatmungssystemen. Das Unternehmen bietet Technologie zur Therapie von Atemwegserkrankungen für alle Altersgruppen vom Kind bis zum Erwachsenen an. Gelingt die Übernahme, würde Linde endlich den großen französischen Konkurrenten Air Liquide überholen und sich selbst zum Weltmarktführer im Handel mit medizinischen Gasen aufschwingen.


    Aufstieg mit Gas und Luft: Linde kommt seinem Ziel der Weltmarktführerschaft immer näher...

    Der letzte Zukauf in vergleichbarer Größenordnung fand 2006 statt, als Linde den britischen Gasefabrikanten BOC für gut 15 Milliarden Euro übernahm. Bereits damals soll auch Lincare auf der Wunschliste des Linde-Vorstands gestanden haben. Die Lincare Holding soll dem Deal bereits zugestimmt haben.

    Geradezu mickrig wirkt sich dagegen der kürzlich beschlossene Kauf der Europa-Sparte des US-Gaseherstellers Air Products aus. Für dessen europäisches Heimmedizingeschäft haben die Münchner schlappe 600 Millionen Euro auf den Tisch gelegt.

    Linde dürfte damit seine exzellente Marktposition weiter festigen. Seit vielen Jahren schon hat das Unternehmen den Ruf eines der zuverlässigsten und erfolgreichsten DAX-Miglieder zu sein und ließ sich auch von keiner Krise ernsthaft zurückwerfen. Heute ist Linde in vielen Wachstumsregionen der Welt Marktführer im Industriegasegeschäft. Dazu kommt das nunmehr rapide wachsende Geschäft mit medizinischen Gaseprodukten. Die Stellung im Ausland ist sogar derart solide, dass nur noch rund ein Viertel des Umsatzes in Europa generiert wird.

    Auch das zweite Standbein Lindes, der Anlagenbau, strotzt vor Kraft und posiert mit prall gefüllten Auftragsbüchern.

    Die Linde-Aktie war nach Bekanntgabe der Kapitalerhöhung vorerst von 116,60 auf 109,70 Euro abgefallen, erholte sich seitdem jedoch schnell wieder auf zuletzt 113,45 Euro. Angesichts der starken globalen Marktposition, wachsender Nachfrage und kluger Investitionen des Linde-Managements sind wir davon überzeugt, dass sich die Erfolgsgeschichte fortsetzt und sehen das Linde-Papier noch in diesem Jahr auf 130,00 Euro.

    Dennoch hat die kurze Volte der Aktie gezeigt, dass eine Absicherung der Trades per Stoporder nötig ist, um nicht durch derartige vorübergehende Kurssprünge unnötige Verluste hinnehmen zu müssen. Der Linde-CFD sollte mit voller Aufmerksamkeit getradet werden, denn so dürften Sie auch viel Freude damit haben.

    Matthias Protzel

     

    Ausblick

      HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz
    Linde
    LIN (Ger) Xtr.LING 130,00 Euro  

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