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Zeigt der DAX den Bullen die kalte Schulter?

    Fr, 27/07/2012 - 15:22 – F.Grundheber

    Zum Ende der vergangenen Woche konnte der DAX-Future (20. Juli) noch einmal mit einem neuen Hoch im Bereich von 6.780 Punkten aufwarten. Noch am selben Tag trübte sich das zuvor positive charttechnische Bild mit der Schließung der zuvor bullischen Kurslücke und einer sich kreuzenden Stochastik im oberen Extrembereich wieder deutlich zugunsten der Bären ein.

    Es folgte am Montag dieser Woche mit einem "Falling Window" der Konterschlag der Bären.

    Die Kurslücke bestätigte die Widerstandszone im Bereich der 6.650 Punkte.
    Die Kurse korrigierten gut fünfzig Prozent der vorangegangenen Aufwärtsbewegung seit Anfang Juni und konnten sich erst Mitte dieser Woche im Bereich der 50- (grün) und 200-Tagelinie (orange) stabilisieren.

    Die Kurse tendierten am Donnerstag wieder deutlich in Richtung der offenen Kurslücke der Bären.
    Ob diese am Freitag geschlossen werden kann oder gar der Widerstand bei 6.650 Punkten überwunden wird, bleibt abzuwarten.

    Wenn der DAX am besagten Widerstand scheitert, wird sich die Gefahr eines Abschlusses einer SKS-Formation erhöhen. Dieser wäre mit dem Unterschreiten (Bruch der Nackenlinie) der Unterstützung beider Täler gegeben und ein Kursabsturz um die Höhe der Formation (gut 400 Punkte) dürfte zu erwarten sein.

    Gegen das bearishe Szenario sprechen die gleitenden Durchschnitte (20-, 50- und 200-Tage) über denen sich der Kurs behaupten konnte und (Stand Donnerstag) liegt. Ein offen bleibendes „Falling Window“ und ein intakter Widerstand bei 6.650 Punkten würde allerdings den Bären weiter in die Pranken spielen.

    Die Kurse scheinen zwischen den langfristigen konvergierenden Trendlinien (rot fallend und grün steigend) gefangen zu sein.

    Ein Abschluss (Bruch der Nackenlinie) der Schulter-Kopf-Schulter-Formation und Unterschreiten der 
    längerfristigen Gleitenden Durchschnitte (grün und orange) hätte vermutlich auch den Bruch der aufsteigenden Trendunterstützung und einen starken Kursrutsch zur Folge.

    Solange dieses Szenario nicht eintritt und der Widerstand bei 6.650 Punkten per Schlusskurs überwunden werden kann, sollte mit einem Kursanstieg zur fallenden Trendunterstützung gerechnet werden.

    Die Indikatoren zeigen kein deutliches Bild (wann ist das schon der Fall?).
    Während die Gleitenden Durchschnitte den Kursen Unterstützung bieten zeigt der MACD eine bearishe Kreuzung oberhalb der Nulllinie an, allerdings mit abnehmenden Histogramm.

    Interessante Aufschlüsse bringt die Betrachtung des Histogramms der vergangenen 6-8 Monate.
    Hier zeigten sich zwischen den längeren Abwärtstrendphasen immer wieder wenige Tage anhaltende positive Histogramm-Abschnitte. Dieses Muster könnte sich jetzt zugunsten der Bullen umgekehrt haben.
    Aktuell steht der Wechsel in den positiven Bereich des Histogramms aber noch aus.

    Die Stochastik spielt mit ihrer Lage eher den Bullen in die Hufe. Wenn auch die Signallinie nicht bis in den unteren Extrembereich fiel, sollte sich ab Freitag geklärt haben, ob beide Linien nach einer Kreuzung wieder nach oben tendieren und somit die Bullen unterstützen.

    Die Lage und die Bewegung des ADX sprechen für die aktuelle Aussagekraft der Stochastik.

    Florian Grundheber

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