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Beiersdorf am Scheideweg

    Do, 02/08/2012 - 13:29 – M.Protzel

    Der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf gehört sicher zu den interessantesten Werten des Sommers. Als bekanntes Unternehmen, welches momentan einem starken Wandel unterworfen ist und sich positiven wie negativen Einflüssen gleichermaßen gegenübersieht weckt der "Nivea-Konzern" Börsenfantasien. Entsprechend liquide und volatil zeigte sich zuletzt auch die Aktie.

    Vor allem die Pleite der Drogeriekette Schlecker war für Beiersdorf ein Schlag ins Kontor. In den letzten Schlussverkäufen konnten sich deren Kunden günstig mit Produkten wie Nivea-Cremes und diversen Deos eindecken. Insgesamt fiel der Umsatz mit derartigen Pflegeprodukten im ersten Halbjahr 2012 um 2,2 Prozent. Da der nordeuropäische Sommer sich bislang vor allem durch dichte Wolkendecken auszeichnet, blieben auch die Umsätze mit Sonnenschutzmitteln hinter den Erwartungen zurück. Das Geschäft in Südeuropa zeigte sich schwach, da den Menschen dort krisenbedingt immer weniger Geld für Pflegeprodukte zur Verfügung steht. In Russland und in den Schwellenländern legte der Umsatz dagegen zu.

    Insgesamt gelang es Beiersdorf so, in den ersten sechs Monaten des Jahres den Umsatz um 5,5 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu steigern. Der Nettogewinn ging dagegen zurück, was auch mit höheren Steuerbelastungen zusammenhängt. Mit 248 Millionen Euro nahm Beiersdorf knapp zehn Millionen weniger ein als im Vorjahreszeitraum.
     
    Besonders stark zeigte sich die Tochter Tesa, deren Umsatz um 6,5 Prozent auf 501 Millionen Euro kletterte, bei einem operativen Gewinnanstieg von gut zehn Prozent auf 63 Millionen Euro.

    Beiersdorf profitiert mittlerweile vom 2010 begonnenen Konzernumbau, welcher vor allem darin besteht, umsatzschwache Marken aus dem Sortiment zu eliminieren. Das Stammgeschäft der Hautpflege mit dem Zugpferd Nivea ist wieder mehr in den Vordergrund gerückt. So wurde jetzt sogar der Jahresausblick leicht nach oben korrigiert. Die Hamburger erwarten nun einen dreiprozentigen Anstieg der Erlöse bei einer operativen Marge von zwölf Prozent.


    Blauer Himmel oder düstere Wolken - Momentan ist noch nicht klar, was Beiersdorf bevorsteht...

    Die Beiersdorf-Aktie verlief 2012 bislang sehr volatil, konnte dabei aber stets steigen. Seit Januar stieg das Papier schon von 42,70 auf zuletzt 55,60 Euro. Doch die Analystenmeinungen sind gespalten. So erwarten die Positivdenker einen weiteren Anstieg über 60,00 Euro hinaus, da Beiersdorf auch in Krisenzeiten Stärke zeigt und außerhalb Europas wachsen konnte. Die Schwarzmaler dagegen sehen die Krise in Europa als Grund für baldige Kurseinbrüche bis auf 45,00 Euro oder weniger.

    Als CFD-Trader können Sie glücklicherweise immer profitieren, egal in welche Richtung der Wert läuft. Entscheidend ist, auf jede Kehrtwende gefasst zu sein und die aktuellen Meldungen zu verfolgen. Da die Aktie gerade in den letzten Tagen stark zugelegt hat, sind zwischenzeitliche Korrekturen durch Gewinnmitnahmen nicht unwahrscheinlich.
     
    Wir bleiben vorerst optimistisch, raten Ihnen jedoch dringend zu einer engen Absicherung Ihrer Trades per Stoporder. Die Beiersdorf-Aktie kann Ihnen sehr viel Freude machen, erfordert allerdings auch eine hohe Aufmerksamkeit, da es jederzeit zu starken Kursbewegungen kommen kann.

    Matthias Protzel

     

    Ausblick

      HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz
    Beiersdorf
    BEI (Ger) Xtr.BEIG 58,00 Euro  

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