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Grammer sackt Großauftrag der Bahn ein

    Do, 13/09/2012 - 10:32 – M.Protzel

    Der deutsche Automobilzulieferer Grammer kann sich derzeit über eine rekordverdächtige Auftragslage freuen. Für gewöhnlich stellen die Amberger Sitze für PKW und LKW her, können jedoch auch ohne weiteres Sitzgelegenheiten für andere Verkehrsmittel anpassen. Für Schienenfahrzeuge beispielsweise ist die Tochter Grammer Railway Interior zuständig.

    Überzeugt von den Fähigkeiten der Süddeutschen hat nun die Deutsche Bahn tief in die Kasse gegriffen und die größte Sitzbestellung ihrer Geschichte in Auftrag gegeben.

    So sollen im Zuge der Modernisierung der Flotte in 770 IC-Waggons insgesamt 46.000 Sitze ausgetauscht werden. Über den Wert des Auftrags ist noch nichts an die Öffentlichkeit gelangt. Das Projekt selbst soll über drei Jahre hinweg laufen.

    Bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 hatte Grammer gute Ergebnisse eingefahren. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war der Umsatz um 6,7 Prozent auf 573,4 Millionen Euro gestiegen. Aufgrund eigener Kosten für die Einführung einer neuen LKW-Sitzgeneration und eines plötzlichen Einbruchs des brasilianischen Marktes sank der operative Gewinn von 25,8 auf 23,8 Millionen Euro. Nach Abzug aller Steuern legte Grammer gegenüber dem Vorjahr jedoch wieder zu und verbesserte sich von 9,6 auf 12,4 Millionen Euro.


    Je nach Benehmen der Fahrgäste halten Sitze in Zügen lange oder müssen früh ersetzt werden...

    Dank des jetzigen Großauftrags können sich die Süddeutschen auf eine noch stärkere zweite Jahreshälfte freuen. Momentan ist es sogar ein Vorteil, dass das Unternehmen keine Kunden aus den kriselnden Automobilbranchen Italiens oder Frankreichs hat, sondern seine Geschäfte vor allem mit den erfolgreichen deutschen Topmarken macht.

    Die Grammer-Aktie reagierte entsprechend auf den neuen Großauftrag und legte kräftig von 15,00 auf 15,96 Euro zu. Noch Ende Juni hatte das Papier bei 12,35 Euro notiert und ist seitdem unter zwischenzeitlichen Rücksetzern gestiegen. Womöglich kann jetzt sogar bald wieder der Jahreshöchststand bei 18,10 Euro angepeilt werden. Wir trauen Grammer zu, noch in diesem Jahr bis auf 22,00 Euro zu steigen, raten aber dennoch stets zu einer engen Absicherung aller Trades per Stoporder.

    Matthias Protzel

     

    Ausblick

      HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz
    Grammer
    GMM (Ger) - 22,00 Euro  

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