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Deutsche Lufthansa will Billigtochter gründen

    Fr, 21/09/2012 - 10:52 – M.Protzel

    Die Deutsche Lufthansa befindet sich weiterhin im Umbruch. Nach den jüngsten Warnstreiks der Flugbegleiter steht nun schon die nächste Konfrontation mit der Gewerkschaft UFO bevor. Grund dafür ist der neueste Plan der Geschäftsführung viele Fluglinien mit der Tochter Germanwings zusammenzulegen und darüber hinaus sogar eine eigene Billigfluglinie aufzubauen, um den Preiskampf mit Konkurrenten wie Ryanair und Easyjet anzunehmen.

    Zwar werden den eigenen Angestellten sichere Arbeitsplätze versprochen, doch befürchtet die Gewerkschaft Gehaltseinbußen von bis zu 40 Prozent für das Kabinenpersonal. Dies entspricht nach Aussagen UFOs bereits jetzt der Diskrepanz zwischen dem Lohn von Lufthansa- und Germanwings-Mitarbeitern. Für die neue Billiglinie würden vermutlich 12.000 bis 18.000 Flugbegleiter den Posten wechseln müssen.

    Das ungeliebte neue Kind hat noch keinen Namen. Allerdings steht schon fest, dass die Flotte aus 90 Flugzeugen bestehen soll, welche bereits im ersten Jahr nach Gründung gut 18 Millionen Passagiere befördern sollen. Der 1. Januar 2013 gilt als Fixpunkt für den Start des neuen Billigfliegers.


    Der Feind im Spiegel? Der Billigtochter droht womöglich Widerstand aus den eigenen Reihen...

    Die Lufthansa nimmt mit ihren Plänen neue Streiks und intensive Verhandlungen mit ihrem Kabinenpersonal in Kauf. Es bleibt abzuwarten, ob die Effizienzsteigerung durch die Umgestaltung des Konzerns diese Belastungen auffangen kann.

    Der jüngste Aufstieg der Lufthansa-Aktie wurde jedenfalls auch durch die aktuellen Planungen nicht unterbrochen. Seit Anfang September ist das Papier von 9,60 auf zuletzt 11,00 Euro gestiegen. Aus Sicht der Anleger ist eine effizienter strukturierte Lufthansa natürlich begrüßenswert.

    Wir sehen gute Chancen, dass sich die Aktie noch bis auf 14,00 Euro entwickelt, raten aber auch zu enger Absicherung der Trades per Stoporder. Sollte es im Zuge der Gründung der Billigtochter zu neuen Streiks kommen, drohen zwischenzeitliche Kurseinbrüche.

    Matthias Protzel

     

    Ausblick

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    Deutsche Lufthansa
    LHA (Ger) Xtr.LHAG 14,00 Euro  

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