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Salzgitter quält sich durch die Krise

    Di, 06/11/2012 - 15:47 – M.Protzel

    Der deutsche Stahlgigant Salzgitter ist in Nöten. Da die Stahlpreise weiterhin zu niedrig liegen, während Strom- und Rohstoffkosten ansteigen, wird es immer schwerer, kostendeckend zu arbeiten. In den ersten neun Monaten 2012 erlitt der Konzern einen Verlust vor Steuern in Höhe von 43 Millionen Euro, davon allein 25 Millionen im dritten Quartal. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte Salzgitter noch einen Gewinn von 39,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis nach Steuern soll übrigens erst am 14. November veröffentlicht werden.

    Entsprechend nahm das Unternehmen jetzt seine Gewinnprognose für 2012 zurück und gab stattdessen ein halbgares Bekenntnis zu einem in etwa ausgeglichenen Vorsteuergebnis heraus.

    Sinkende Nachfrage nach Industriestahl und die kriselnde Bauindustrie Europas machen es allen Herstellern schwer. Zumal auch der Boommarkt China beginnt, nachzulassen. Dabei hat Salzgitter in den ersten drei Quartalen 2012 zumindest ein Umsatzplus von 9 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro zu bieten. Diese Tatsache und bereits zurückhaltende Erwartungen der Anleger mögen auch die Gründe dafür sein, dass die Aktie sich nach einem sehr kurzen Einbruch von 35,30 auf 33,50 Euro wieder fing und auf zuletzt 35,00 Euro stieg.


    Die gesamte Branche läuft momentan durch die Mühle, doch Salzgitter ist lange nicht aufgerieben...

    Dies mag sich ändern, wenn am 14. November die Höhe des Nettoverlustes publik wird. Insgesamt haben die Analysten Salzgitter jedoch lange nicht abgeschrieben. Zwar stehen die Empfehlungen derzeit auf "neutral" oder "halten" - Negativbewertungen gibt es allerdings kaum. Auch wir sehen Salzgitter nicht als kommenden Verlierer der Krise, sondern vielmehr als eines von vielen Unternehmen, welche schwere Jahre durchmachen und sich eines Tages wieder erholen dürften.

    Nachdem die Salzgitter-Aktie von Anfang Februar 2012 bis Ende August kontinuierlich von 48,50 auf 27,50 Euro abgerutscht war, hatte sie sich immerhin wieder auf die aktuellen 35,00 Euro vorarbeiten können. Dabei ging es aber kräftig auf und ab. Für den CFD-Trader kann eine satte Volatilität großen Reiz ausüben, da sich sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren lässt. Nur sollte dabei nicht die Absicherung der Trades per Stop- oder Limitorder vergessen werden.

    Matthias Protzel

     

    Ausblick

      HanseTrader HanseTrader Meta Kursziel Tendenz
    Salzgitter
    SZG (Ger) Xtr.SZGG 36,00 Euro  

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